Tell your Story #1 Schreib doch ein Buch… Sagten sie.

Erst neulich ist es wieder passiert. Die Erfahrung habt ihr sich auch schon Mal gemacht: Ihr habt Interesse für etwas, hirnt darüber was ihr mit diesem Interesse anfangen könnt und letzten Endes verliert man doch die Muse, den Mut oder allgemein die Lust am geplanten Vorhaben.

Zu meinen Leidenschaften gehört, unter anderem, das geschriebene Wort. Dazu gehört es Bücher zu lesen oder in meinem Fall, zu zocken. Klar, der/die Eine oder Andere wird sich jetzt denken: „Was hat denn zocken mit geschriebenen Worten zu tun?“, aber hey, auch eine gute Spielstory muss durchdacht und niedergeschrieben sein. Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich mit meiner besten Freundin 8-Bit RPG-Adventure-Spiele gezockt habe. So richtig klassisch. Da saß man dann zu zwei vor dem Computer, hat sich die pixeligen Spielcharaktere aufgeteilt, laut vorgelesen und einer war eben an der Tastatur und hat versucht, den heldenhaften Protagonisten mit den üblichen Pfeiltasten heil durch die Welt zu bringen. Klingt komisch? – Ja, kann schon sein – aber das war meine Jugend.

Infolge dessen, haben wir irgendwann selbst angefangen, mithilfe des RPG-Maker 2000, ein Spiel zu „entwickeln“. Angefangen mit dem Grundstein – denn über ein Thema oder ein grobes Ziel sollte die Story ja verfügen. Das Nächste war dann Namen, Orte und auch pixelige Helden und Maps zu kreieren. Der Fantasie waren da ja keine Grenzen gesetzt.
Schlussendlich und das war der Punkt, an dem ich beschlossen habe, nie wieder etwas ohne Sicherungskopie zu speichern, ist mein Rechner abgeschmiert. Ein Jahr Arbeit, keine Ahnung wie viele Stunden und wie viel Hirnschmalz, für die Katz. Einfach so – denn zu retten gab es da leider nichts mehr.

Nach diesem fiesen Rückschlag, den ich der Technik zu verdanken hatte, bin ich dann erst mal zu dem Entschluss gekommen, nicht nochmal von vorne anzufangen. Das hat mich so angenervt, dass ich einige Jahre nicht mal mehr dran denken wollte was Neues anzufangen. Die Angst, dass sowas nochmal passiert, war einfach zu groß. Tja, so ist das in der Pubertät eben, entweder es läuft, wie man sich das vorstellt oder man macht Bekanntschaft mit, des Menschen bestem Freund – lerne aus deinen Fehlern. Irgendwann war dann auch der Zeitpunkt gekommen an dem ich mich damit abfinden und etwas Neues angehen konnte.

Um das Game-Intro, das allein schon fünf Stunden richtige Spielzeit brachte, werde ich dagegen wohl für immer trauern – Ruhe in Frieden.

Also. Gesagt, getan.

Es entstand, etwas später, der Ansatz für eine Geschichte, die etwa so dick wie einer dieser Liebes-Schmöcker hätte werden können, wenn nichts schieflaufen wäre. Aber ja…

„Wenn das Wörtchen -wenn- nicht wäre“, würde mein Papa wohl sagen.
Denn, wer hätte es kommen sehen, ich hatte kein Glück, wenn es um die Technik ging. 35 DIN-A4-Seiten (beschrieben in Arial, 10 pt), verabschiedeten sich auf (nimmer) wiedersehen, als Jahre nach dem ersten, auch der zweite Rechner seinen Dienst verwehrte. Aber(!), ich hatte ja klugerweise vorgesorgt und alles nochmal auf einer externen Festplatte abgelegt.
Dumm nur, dass das eine mechanische Festplatte war. Die hat nämlich einen Abflug gemacht, als ich besagte Leiche einige Wochen später zum Verschrotten bringen wollte.

Ihr könnt euch das in etwa so vorstellen:
Der alte Tower stand unter dem Schreibtisch. Auf dem Tower war so eine flache Vertiefung, in der ich die Externe platziert hatte, damit sie nicht irgendwo rumfährt oder Platz auf dem Schreibtisch wegnimmt. Blöderweise habe ich nicht mehr an diesen Fakt gedacht, als ich unter den Schreibtisch griff und den kaputten Rechner kippte um drunter greifen und ihn vorziehen zu können (Anti-Rutsch-Mappen lassen grüßen). Der Rums hat mir das dann wieder ins Gedächtnis gerufen… Und wer weiß wie mechanische Festplatten funktionieren, der weiß auch, warum man sie nicht schütteln, geschweige denn aus ein Meter Höhe auf den harten Boden werfen sollte.

Es ist also so, dass ich mich schon des Öfteren hingesetzt und auf ein weißes Blatt Papier oder eine leere Seite in einer DTP-Software gestarrt habe. Darum ringend, etwas auf das Medium zu bringen, dass im besten Fall, nicht ständig an die schief gegangenen Storys der Vergangenheit erinnerte.
War demnach nicht alles ganz so einfach wie anfangs angenommen.

Das ist jetzt zwei Jahre her und lustigerweise ist mir seither nicht wieder der Gedanke gekommen, nochmal was Neues anzufangen. Zumindest nicht Bewusst und irgendwann war dann der Punkt erreicht, an dem ich mich einfach damit abgefunden habe, dass das wohl nicht sein soll.
In Zusammenhang mit diesem winzigen Blog hier ist es ja so, dass der Blog schon 3 Jahre alt ist, wirklich aktiv betreibe ich das aber erst seit zwei oder drei Wochen. Das ging dann mit einer eigenen Facebook-Seite und einem Instagram-Account einher. Klar habe ich in dieser Zeit auch einigen Freunden von meiner Seite erzählt und wurde immer wieder gefragt: „Wieso machst du einen Blog? – Dich kennt doch keiner.“

Die Antwort: Weil es mir gut tut.

Es ist ja nicht so, dass man in der Anfangszeit viele Follower hat oder sowas, ist ja auch irgendwie klar und auch nicht zwingend notwendig. Ich sehe diesen Ort hier eher als Platz, an dem ich Gedanken des Alltags unterbringen oder mich mit Gleichgesinnten über die Dinge austauschen kann, die mich bewegen. Denn selbst, wenn nur eine Person meine geistigen Ergüsse unterhaltsam findet, hat es sich gelohnt.
Und dann fiel besagter Satz: „Schreib doch ein Buch.“

Wie wir also bereits festgestellt haben, ist das Schreiben an sich, nicht das Problem. Überlegung nach Überlegung kann ich heute sagen, dass ich mich gestern (und das ist kein Witz!) an etwas erinnert habe. Oder besser gesagt, meine beste Freundin hat mich daran erinnert.
Vor einigen Jahren gab es tatsächlich ein Projekt, dass ich klugerweise in Google Docs angefangen habe. Warum ich nicht mehr dran gedacht habe? Naja, ich habe diese Funktion sage und schreibe, 3 Wochen lang verwendet und das war während meines zweiten Lehrjahres. Das ist jetzt vier Jahre her. Da ich die Unterlagen, die da drin abgelegt sind, danach nie wieder gebraucht habe, habe ich einfach nicht mehr reingeschaut und es (Schande über mein Haupt) einfach vergessen.

Die Frage der Fragen.

Ich habe mich nochmal in das reingelesen, was da niedergetippt wurde und musste erstaunt feststellen, dass mir auf Anhieb eingefallen ist wie es da weitergehen könnte. Aktuell ist nur das erste Kapitel so halb-fertig… Aber da ich gerne zeichne, bin ich am überlegen, ob ich nicht einfach eine Light Novel daraus bastle.
Kommen wir also zur Frage der Fragen: Was würdet ihr davon halten, wenn ich euch hier auf dem Laufenden halte und euch mal das erste Kapitel zur Verfügung stellen, sobald es final fertiggestellt ist. Es würde mich doch sehr interessieren, was ihr dazu sagt.

Benutzt gerne die Kommentarfunktion oder schickt mir eine Mail.
Ich freue mich auf eure Nachrichten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s