Mangareview – My Honey Boy

Weil man nicht sein muss wie andere…

„Mei ist an ihrer Schule nur als „der Samurai“ bekannt und wegen ihrer toughen Art liegen ihr sogar die Mädchen zu Füßen. Shiro könnte zwar auch locker als Mädchen durchgehen, er ist aber der erste Junge, der Mei seine Liebe erklärt. Der feminine Schönling steht total drauf, für Mei zu backen und zu nähen, und schmeißt sich für seine Angebetete auch gern mal in ein Cheerleader-Kostüm, um sie beim Sport anzufeuern. Obwohl Mei ihm immer wieder die kalte Schulter zeigt, lässt Shiro nicht locker, denn für ihn steht fest: die beiden sind füreinander bestimmt!“ – http://www.kaze-online.de

Allgemeines

Autor: Junko Ike | Verlag: Kazé Manga | Debüt: März 2018 | Bände: 10 Bände (abgeschlossen)

Weil Liebe nie gleich ist.

Sie, vom Verhalten eher maskulin, der totale Beschützer-Typ. Er, das backende und nähende Vorzeigemädchen im Jungen-Körper. Zwischen Mei Sengoku und Shiro Fuji stehen Welten – sollte man meinen.
Und so ähnlich ist es im Prinzip auch. Oder doch nicht?
In der Schule sind die beiden gleichermaßen beliebt. Mei hat schon mehrfach Liebesgeständnisse von Mitschülerinnen bekommen, die sich aber bisher immer abgelehnt hat. Währenddessen die Jungs für Shiro schwärmen und vermehrt der Satz „wäre er ein Mädchen, wäre ich verknallt“ fällt.

davMIZUTAMA HONEY BOY © Junko Ike 2014 / HAKUSENSHA., Inc.

Da gibt es nur ein Problem… Shiro liebt Mei und schon in Band 1 wird schnell klar: Shiro steht schon seit langem auf sie. Denn schon auf den ersten 4 Seiten tut er das ziemlich deutlich Kund.  Mei hat im Gegenzug mal so absolut gar kein Interesse an Interaktionen mit dem anderen Geschlecht. Geschweige denn auf eine Beziehung. Ihr einziger Kontakt zur Männerwelt scheint darin zu bestehen, den Jungs im Kendo-Club zu zeigen, dass sie nichts drauf haben und die Schülerinnen der Schule vor den Rüpeln des Schulalltags zu bewahren.

Heutzutage ist ja allgemein bekannt, dass Mädchen nicht nur mit Puppen und Jungs dagegen auch nicht ausschließlich mit Autos und Lego spielen. Aber in diesem Manga wird klar, wie unterschiedlich sich Charaktere abhängig von ihrem Umfeld und ihrem Lebensziel entwickeln können.
Während Shiro mit mehreren Schwestern (bei denen wirklich jede Altersklasse vertreten ist) aufwächst und selbst seine Mutter sich lieber noch eine Tochter mehr gewünscht hätte, wächst Mei damit auf sich mit ihrem Kindheitsfreund Manabu Nanao zu klopfen woraus mit der Zeit ein richtiger Wettkampf darum entsteht, wer von beiden nun der oder die Beste im Kampfsport ist.

Im Großen und Ganzen ist die Story nicht so tiefsinnig wie manch anderer Manga, denn der Fokus liegt hier tatsächlich auf dem Verständnis zwischen den verschiedenen Protagonisten»paaren«, wenn man es so nennen mag. Schon, als der ehemalige Chef des Kendo-Klubs (besagter Kindheitsfreund), der eine ganze Weile verschollen war wieder auftaucht (mit einem Bären auf dem Rücken) wird klar, dass es an Comedy und Dreiecksbeziehungen nicht mangeln wird.

Was nicht ist, kann ja noch werden.

Neben unseren beiden Hauptprotagonisten gibt es noch eine ganze Reihe an anderen Charakteren die die Story maßgeblich beeinflussen. Angefangen bei erzieherischen Mitteln aus der Familie bis zu Geschwistern und Freunden die Missverständnisse bis zum Gehtnichtmehr streuen.
Was relativ schnell klar wird ist, dass es definitiv eine Romanze geben wird, die fällt im Nachgang aber nicht immer ganz so einfach für unsere beiden Turteltauben aus. In jeden Fall ist die Story aber gespickt von vielen kleineren und größeren Momenten, die einem das Herz erwärmen oder einen zur Verzweiflung treiben.

Was die Gestaltung der Charaktere und Hintergründe angeht, passt sich das Setting immer relativ gut an die Situation und Emotionen aber auch an den Charakter an um den es aktuell geht. Während es sich bei Shiro meistens im niedlichen Rahmen hält (die süßen Bläschen, Punkte und Schleifchen lassen grüßen), wirkt das Drumherum bei Mei wieder eher nüchtern und maskulin. Das ändert sich aber ziemlich plötzlich, als die peinlichen Momente für Mei sich mehren. Ansonsten ist die Darstellung eher sparsam, wenn es um das drum rum geht. Was ich persönlich eher positiv statt negativ bewerten würde.

9782889510719_Artwork_2_vorschauMIZUTAMA HONEY BOY © Junko Ike 2014 / HAKUSENSHA., Inc.

Lese-Empfehlung…

…für alle Comedy-Romance-Fans.

Ich habe den Manga in kürzester Zeit verschlungen bevor er in Deutschland überhaupt komplett erschienen ist. Im Anschluss an Band 4 habe ich die Story sogar auf Englisch zu Ende gelesen, weil ich einfach nicht abwarten konnte, wie es weitergeht.

Liest du My Honey Boy gerade oder hast ihn vielleicht sogar schon durch? Wie findest du die ungleichen Charaktere und die Geschichte die sich zwischen ihnen spinnt? Oder vielleicht ist das auch so gar nicht dein Ding und du findest die Reihe gar nicht so gut? Lass es mich gern per Mail oder in den Kommentaren wissen.

Kommentar:
Manga ©Junko Ike, Hakusensha Inc.
Deutsche Fassung ©Kazé Manga, VIZ Media Switzerland SA

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